Schluss mit Stress durch Konsum – Minimalismus als neue Lebensform?

Nochmal ein Hinweis auf bewusstleben.de. Heute liegt mir daran, auf ein Interview mit dem Wirtschaftsprofessor Niko Paech hinzuweisen, das dort kürzlich veröffentlicht wurde:

paech

Niko Paech: “So sparen wir Zeit, Geld, Raum und ökologische Ressourcen.”

Sein Buch „Befreiung vom Überfluss“ gehört wohl zum Besten, was ich in den letzten Jahren zu nötigen Veränderungen gelesen habe.

Das Schwierige an der momentanen Situation scheint mir aber, dass erst weitere Katastrophen (Finanzkrisen, Wetterkatastrophen, etc.) die breite Masse und die Politiker zum Handeln bringen werden – also erst dann, wenn es zu spät ist, während relativ viele andere Menschen (auch ich) das große Bedürfnis haben, jetzt schon etwas zu tun. Was aber immer wieder Entmutigung erfährt durch den nicht vermeidbaren Blick auf das große Ganze.

Vielleicht muss es nicht gleich Minimalismus pur sein. Trotzdem: dieser Beitrag des SWR über Max Gaedtke, der mit exakt 118 Dingen gut auskommt, lohnt sich und zeigt, dass man einfach mal ganz anders denken kann.

Max Gaedkte - SWR

Max Gaedtke aus Freiburg nennt genau 118 Dinge sein Eigen. Exakt abgezählt. Sie reichen ihm. Wie es sich mit so wenigen Gegenständen leben lässt, das zeigt der Beitrag vom SWR. – Link siehe oben

Und noch ein Film zu guter Letzt: die Vorschau auf den Film „My Stuff“, der im März in Deutschland anläuft. Worum es geht:

Petri steckt tief in einer echten Existenzkrise, als er sich entscheidet, ein Selbst-Experiment zu starten: Er packt alles (wirklich alles!), was er hat in ein Self Storage-Lager und legt klare Regeln fest:
1. Das Experiment dauert ein Jahr.
2. Jeden Tag darf er einen Gegenstand aus dem Lager zurückholen.
3. Neue Dinge kaufen, darf er in dieser Zeit nicht.
Er setzt sein Leben zurück auf Anfang.

Muss man ja nicht alles so machen. Aber es sind Anregungen dafür, dass nicht alles so festgefahren bleiben muss wie es ist. Und ein Hinweis darauf, dass wir uns mit zu vielen Dingen umgeben, die alle Ressourcen für die Herstellung benötigt haben – und jetzt uns viel (zuviel?) Aufmerksamkeit und Ordnungsliebe abverlangen.

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