Hoffen hilft nicht mehr – nur handeln!

Die Aussage ist das Fazit des Films „Dem Klima auf der Spur“, der 2014 auf Arte ausgestrahlt wurde und auch auf YouTube zu sehen ist (mit interessanter Überschrift – dazu später). Auch wenn Bernice Notenboom, die von den globalen Klimabrennpunkten berichtende Journalistin, etwas zur Selbstdarstellung neigt, ist der Film doch sehenswert, zeigt er doch, wo schon „tipping points“, also unumkehrbare Veränderungen, im Gange sind oder bald drohen.

Sich ändernde Ozeanschleifen, abschmelzende Polkappen, auftauender Permafrost, zunehmende Hochwasser, austrocknender Amazonas oder Fluten und Trinkwassermangel durch schmelzende Gletscher im Himalaya – das sind nur einige der heute schon bemerkbaren Folgen.

Es gibt noch genug andere Probleme, ist schon klar. In vier von wissenschaftlich definierten neun Bereichen haben wir weltweit schon die Grenzwerte für stabile Lebensbedingungen überschritten, so beim Artensterben, den Folgen durch intensive Stickstoff- und Phosphordüngung, der Umwandlung von Wäldern zum Beispiel in Plantagen und Ackerland – und eben beim Klimawandel.

Wie aber will der heute lebende Mensch die Umwelt schützen, wenn ihm jeglicher 002Bezug dazu abhanden kommt? Da wären wir wieder bei der frühen Bindungsstörung, von der hier schon die Rede war. Der nebenstehende (unscheinbare) Artikel aus der SZ vom 13.02. zeigt dies wieder mal auf.

Da wundert es nicht, wenn es auch heute noch erstaunlich viele Menschen gibt, die den Klimawandel nicht wahrhaben wollen, wie man den wütenden Kommentaren zum Arte-Video entnehmen kann. Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verdrängen mögen ja manchmal psychisch sinnvolle Strategien gegen unangenehme Wahrheiten sein – hier ist es einfach nur noch autodestruktiv, denn die Folgen betreffen ebenso die Verdränger.

Auch leugnen hilft nicht mehr – nur handeln! Offenbar hat ein Klimaskeptiker den Arte-Beitrag hochgeladen – nett von ihm! Der selbst denkende Mensch von heute ist hoffentlich in der Lage, sich selbst ein Urteil dazu zu bilden!

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