Resignative Erleichterung?

Kürzlich erhielt ich einen Gruß, der mich schon zum Nachdenken gebracht hat. „Du unermüdlicher Ökoritter!“, hieß es wohlwollend von einer guten Freundin, und weiter wurde mir viel Gelassenheit gewünscht, diese Welt zu ertragen und auch das Schöne darin zu sehen.

 

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Die Welt, verschluckt vom Nebel

Beim Blick auf die Krisen dieser Welt droht mir das gelegentlich tatsächlich abhanden zu kommen. Es gelingt mir zum Glück, trotz der melancholischen Stimmung, die der Herbst so mit sich bringt, mich auch über die spezielle Luft dieser Jahreszeit zu freuen, über die Blattverfärbungen, die Früchte, die es jetzt gibt, und noch warme Sonnenstrahlen.

 

Andererseits fühle ich mich auf Schritt und Tritt von unserer unsinnigen Lebensweise verfolgt: die tägliche Autolawine in der Stadt, durch die ich mich an manchen Stellen mit dem Rad schlängeln muss, der Hausneubau auf einer weiten Grünfläche hier in der Nähe, der mich befürchten lässt, dass dieser gesamte erfreulicherweise noch existierende Acker in Trudering mit seinen Selbst-Schneide-Blumen und Erdbeerfeldern noch verschwinden wird, oder der jetzt Hochsaison habende Blätterbläser, der mit Lärm und Benzingestank soeben bis vor die Haustür tätig war (Auswüchse eines Hausmeisterdienstes). Weiterlesen